Geschichte

1794 wurden Burg und die dazugehörigen Güter zum Eigentum der französischen Republik erklärt. 1811 schenkte Napoleon I. das Schloss und seine Güter als Dotation dem Marschall Nicolas-Charles Oudinot, Herzog von Reggio. Dieser ließ das Schloss am 13. April 1813 durch den damaligen Notar Dupont öffentlich versteigern, unter der Bedingung, dass es in Jahresfrist geschleift sei. 36 Ansteigerer zahlten 4400 Franken. Leider ging bei der Zerstörung des Archivgewölbes auch das wertvolle Archiv zugrunde. Vier Wochen vor dem Einzug der Verbündeten waren die einstmals so stolzen Gebäude bis auf einige heute noch teilweise stehenden Burgreste, Trümmer geworden.

Der kleine Ort in der Eifel wurde 1222 erstmals urkundlich erwähnt, jedoch soll die Burg bereits um 850 entstanden sein und gilt somit als eine der ältesten Burgen in diesem Gebiet. Bereits beim zweiten Normannensturm im Jahre 892 wird sie erwähnt. König Pippin hat das Gebiet der Abtei Prüm als Stiftung übertragen, diese gab es zu Lehen den Grafen von Vianden. Die Burg und das Gebiet wurde von Burggrafen verwaltet. Der Flecken Dasburg entstand schließlich zu Füßen der Burg, wo er Anfangs noch Daysberhc heißt. 1252 ist der Name Dasberg zu lesen, 1399 heißt es Daisberg. 1625 gab es in Dasburg bereits 34 Häuser, welche jährlich ein Rauchhuhn zu entrichten, 16 Tage im Schloss Wachdienst zu tun und einen Tag Heu zu machen hatten.

Auch im Klöppelkrieg 1798 wird Dasburg mehrmals erwähnt, wobei der Ort als ein Zentrum der Erhebung gegen die Unterdrückung gilt. Nach den Freiheitskriegen fiel Dasburg an Preußen. Zu dieser Zeit wurde die Our als natürliche Grenze festgelegt, und somit Dasburg ein Grenzort. Bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts war Dasburg Bürgermeisterei für die umliegenden Dörfer. Dasburg besitzte Marktrechte und war Übergangsstelle nach Luxemburg.

Durch Hanglage und schlechte Bodenqualität konnten sich die Dorfbewohner kaum von der Landwirtschaft ernähren. So waren früher die meisten Handwerker, Maurer, Tagelöhner und Waldarbeiter. Dank des aufblühenden Gewerbelebens stieg die Einwohnerzahl ständig, und es waren fast ausnahmslos alle dorfüblichen Handwerker im Dorf vertreten. Selbst eine Bierbrauerei konnte das Dorf vorweisen. Erst nach 1900 begann die Abwanderung zur Industrie und nach Amerika und die Einwohnerzahl lag sehr bald unter 500.

Der Erste Weltkrieg bescherte dem Ort 10 Gefallene. Nach dem Zweiten Weltkrieg hatte der Ort 31 Gefallene und Vermisste zu beklagen. Der Ort wurde zu 80 % zerstört. Die Brücke wurde gesprengt und fand erst 1953 Ersatz.

Die Grafen hatten die Dasburg und den Ort als Lehen von der Abtei Prüm. Als Gegenleistung mussten die Viandener der Abtei Schutz gewähren. Durch diese Situation hatte Dasburg immer bekannte und grosse Adelshäuser im Namen: Vianden, Von Sponheim, Nassau und Oranien. Noch heute trägt die niederländische Königin den Zusatz „Freifrau von Dasburg” in ihrem Titel. Im Jahr 1625 listet der damalige Geistliche Herr Pastor Jakob Pott 35 Häuser namentlich auf. Die Herrschaft Dasburg erfüllte zu jener Zeit wichtige strategische Aufgaben zum Schutz der Grafenburg Vianden als Sicherung der Durchgangstrasse vom Westen. Die Herrschaft umfasste die Meiereien Dasburg, Daleiden und zeitweise Binscheid und Harspelt. Als Sitz der Herrschaft hatte Dasburg ein eigenes aus Schultheissen und Schöffen bestehendes Gericht. Im Jahre 1794 erfolgte die Besetzung durch die französischen Revolutionstruppen. Daraus resultierte auch der Klöppelkrieg. Anführer der Klöppelkriegsarmee war der damalige Dasburger Schlossjäger Karl Bormann. Im Jahre 1813 ließ General Oudinot (er erhilt die Dasburg für seine militärischen Verdienste von Napoleon) das Dasburger Schloss durch den damaligen Notar Dupont versteigern.

Von der mittelalterlichen Burganlage, der Dasburg sind noch erhalten geblieben: die Fundamente der inneren Wehrmauer, Teile der äußeren Wehrmauer mit zwei Halbtürmen, Reste des Eingangstores und die Nordseite des 20 m hohen Wehrturmes, der das Zentrum der wahrscheinlich staufischen Kernburg darstellte. Der Grundriss der Burg weist auf den Typus Höhenburg hin. Sehenswert ist ein Gang entlang der Umfassungsmauer, die an ihrer nördlichen Schmalseite ursprünglich eine Brücke hatte und durch einen Torzugang sowie einige Halbtürme durchbrochen war. Das Landesamt für Denkmalpflege kümmert sich heute um den Burgbering.

Die Burg

 

DasBurg im Mittelalter und heute

Dies ist der Grundriss der Dasburg welcher auf alten Aufzeichnungen basiert. 

Die Gemeinde Dasburg gehört der nach dem berühmten Kreuzritter benannten Vereinigung Route Gottfried von Bouillon an, die historische Bauwerke in der Grenzregion der vier Länder Belgien, Frankreich, Luxemburg und Rheinland-Pfalz der Öffentlichkeit bekannt machen möchte.

Das Wappen
der Ortsgemeinde
Dasburg

„In Schwarz ein goldender Balken,

belegt mit roter Pilgermuschel.“

 

Wappenbegründung:

 

Nach Mitteilung des Staatsarchivs Luxemburg bestand im Jahre 1774 ein Siegel der Schöffen der Herrschaft Dasburg: „Die Meier, Schöffen und Gerichtsleute von Dasburg führten in Schwarz einen goldenen Balken“ so Carles-René d. Hozier - 1697.

Der goldene Balken wurde mit einer roten Pilgermuschel, dem Attribut des Orts- und Pfarrpatrons von Dasburg, St. Jakobus d. Älteren, belegt.

 

Das Wappen wurde durch Bürgermeister a. D. Decku aus St. Wendel entworfen. Der Ortsgemeinde Dasburg wurde am 14. September 1967 die Genehmigung zur Führung eines Gemeindewappens durch das Ministerium des Inneren von Rheinland-Pfalz erteilt.

Dasburg Wappen Festschrift 1967

Quelle: Festschrift zum 200. Bestehen der Pfarrkirche Dasburg 1967

Das Dorf

 

Ort des traditionellen Handwerks.

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Silke Nelles

Waldstraße 12

D - 54689 Dasburg

 

Tel.: +49 (0)6550 
Mail: buergermeister@dasburg.de

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